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England

 


Petition

Alle Bewohner Bayerns haben das Recht, sich schriftlich mit Bitten und Beschwerden an die zuständigen Behörden oder an den Landtag zu wen-den„. Art 115 Bayerische Verfassung. Es ist Praxis, dass dieses Petitionsrecht allen Personen, unabhängig vom Wohnland und vom Alter, zusteht. 

März – Juli | Oktober 2017 

An den Bayerischen Landtag 

Max-Planck-Straße 1 81627 München

Petition an den Bayerischen Landtag

Beide gefährlichen Siedewasserreaktoren in Gundremmingen abschalten! 

Die Druckvorlage finden Sie auf unserer Seite Petitionen  http://www.donauregion-atomkraftfrei.at/petitionen/

 


>GutorganisiertdochBesucherbliebenaus 12.6.17

11.6.17 http://www.augsburger-allgemeine.de/wertingen/Ein-Event-gegen-Atomkraft-und-fuer-die-Energiewende-id41702146.html

Festival

Ein Event gegen Atomkraft und für die Energiewende

Es war alles perfekt organisiert für „Energie trifft Musik“, doch die Besucher blieben aus Von Horst von Weitershausen

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Die Sonne spendete ihre volle Energie vom Himmel, die Mitarbeiter um Organisatorin Ulrike Brenner hatten hervorragend gearbeitet, um auf dem Außengelände der Josef-Anton-Schneller-Mittelschule ein großartiges Festival unter dem Motto „Energie trifft Musik“ auf die Beine zu stellen.

Da standen am Eingang zum Festivalgelände Elektro-Autos von namhaften Herstellern aus Deutschland, den USA, Südkorea und Frankreich, um die Besucher direkt am Objekt über die Elektromobilität zu informieren.

Info-Stände regionaler Anbieter rund um erneuerbare Energien säumten das Veranstaltungsgelände, und für Kulinarisches gegen den Hunger und Durst der Besucher war ebenfalls bestens gesorgt. Es war alles perfekt angerichtet, als Dillingens stellvertretender Bürgermeister Franz Jall mit Forum-Vorsitzendem Raimund Kamm gegen 10.30 Uhr das Festival eröffnete.

Mit dieser Veranstaltung sensibilisieren Sie die Menschen zum Nachdenken“, sagte Bürgermeister Jall, an die Forumsmitglieder gerichtet, doch müsse dafür noch sehr viel Überzeugungsarbeit geleistet werden. Dafür biete das heutige Event „Energie trifft Musik“ großartige Gelegenheiten, denn bei dem Thema stecke sehr viel Musik drin.

Raimund Kamm sagte dazu: „Wir haben bewusst in diesem Jahr diese Art von Veranstaltung gewählt, um mehr Menschen zu erreichen und zum Nachdenken zu animieren.“ Die Politik verschweige seit Jahren die Risiken und Gefahren, die vom AKW Gundremmingen ausgehen. Deshalb diene dieser Tag auch dazu, den Menschen Informationen über die Notwendigkeit zum sofortigen Abschalten der beiden gefährlichen Reaktoren zu liefern.

Eine große Bühne für die Bandauftritte von Funplugged, Marc Poppe und Band, Rock unlimited und Liedermacher Tom der Wolf war ebenfalls aufgebaut, um den Besuchern die Energie der Musik zu vermitteln. „Doch leider mussten wir auch heute feststellen, dass trotz Tschernobyl und Fukushima das Thema Atomkraft nein danke für die Menschen weit entfernt ist“, sagt Forum-Vorsitzende Ulrike Brenner. Und die Energiewende packe fast niemand persönlich an. Zum Festival kamen gerade einmal zwischen 150 und 200 Besucher.

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Von: Raimund Kamm [mailto:r.kamm@anti-akw.de] 
Gesendet: Sonntag, 12. März 2017 11:37
An: Raimund Kamm
Betreff: Medienerklärung: Lehren aus der Evakuierung mehrerer AKW als ein Flugzeug nicht mehr funkte

Medienerklärung 12. März 2017 

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Lehren aus der Evakuierung mehrerer AKW

als ein Flugzeug nicht mehr funkte

 Als am Freitag (10.3.) der Funkkontakt mit einer nach London fliegenden indischen Verkehrsmaschine für rund 22 Minuten (andere Quellen sprechen von einer Stunde) über Europa verlorenging, wurde von deutschen Sicherheitsbehörden Renegade-Voralarm gegeben. Dieser wird ausgelöst, wenn befürchtet wird, dass ein ziviles Flugzeug als Waffe wie am 11.9.2001 in New York eingesetzt werden könnte. Kampfflugzeuge eskortierten daraufhin das Passagierflugzeug.Mehrere Atomkraftwerke in Norddeutschland wurden bis auf eine Notbesatzung geräumt. Sogar das bereits stillgelegte und im sogenannten Nachbetrieb zur Sicherung des Atommülls und der AKW-Ruine befindliche Kernkraftwerk Grafenrheinfeld. Laut Augsburger Allgemeinen wurde auch im AKW Gundremmingen Alarm gegeben. Vom AKW wie auch der Münchner Aufsichtsbehörde gibt es wie üblich keine erhellenden Informationen.

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 Es stellen sich Fragen und es drängen sich Erkenntnisse auf:

1.     Atomkraftwerke wurden teilweise evakuiert. Aber nicht abgeschaltet. Da ein laufendes AKW noch ein Vielfaches gefährlicher ist als ein abgeschaltetes, müssen die Verantwortlichen erklären, wann sie das AKW bei einem Renegade-Alarm abschalten. Und wer dies anordnet? Oder ob es hier ein Kompetenz-Wirrwarr gibt?

 

2.     Große Chemiefabriken, Hochhäuser, Bahnhöfe usw. wurden nicht alarmiert oder geräumt. Dies bestätigt, wovor wir häufig gewarnt haben, Atomkraftwerke sind wegen der riesigen Energiekonzentration sowie der ungeheuren Radioaktivitätsansammlung „attraktive“ Terrorziele.

 

3.     Auch kein deutsches AKW hat je – entgegen der Schutzbehauptungen der AKW-Betreiber – den Nachweis erbracht, dass es den gezielten Anprall einer großen Verkehrsmaschine überstünde, ohne dass es zum gewaltigen Atomunfall käme.

 

4.     Selbst schon abgeschaltete Atomkraftwerke sind wegen der in den Abklingbecken wie den Zwischenlagern aufbewahrten extrem strahlenden Spaltelemente noch sehr gefährlich. Über 99 % der Radioaktivität eines AKW steckt in diesen Spaltelementen. Dieser todbringende Müll muss wesentlich sicherer verwahrt werden!

 

5.     Die Ablehnung unserer Klage gegen die Genehmigung des Gundremminger Zwischenlagers wurde vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof unter anderem damit begründet, dass ermächtigt durch das Luftsicherheitsgesetz im Ernstfall solche Passagierflugzeuge abgeschossen werden könnten. Das Bundesverfassungsgericht hat später dieses Abschießen für verfassungswidrig erklärt. Das Gericht hat jedoch noch nicht konsequenterweise festgestellt, dass auch die Atomanlagen gegen unsere Grundrechte verstoßen.

Zudem kämen Jagdflugzeuge, die im Normalfall innerhalb von höchstens 15 Minuten in der Luft sein sollten, meistens zu spät. Denn heutige Passagierflugzeuge fliegen je Minute rund 15 Kilometer.

6.     Militärs haben schon vor Jahrzehnten gewarnt, dass ein Land mit Atomanlagen im Prinzip nicht zu verteidigen ist. Denn, wenn man diese Anlagen allein mit konventionellen Bomben oder Raketen angriffe, könnte mehr todbringende Radioaktivität entweichen, als Atomwaffen selber sie ausbreiten würden. Damals in den Zeiten des befürchteten Ost-West-Krieges hieß es jedoch, dass der Ostblock dies nicht tun würde, weil damit das zu erobernde Land unbewohnbar würde und man auch mit einer entsprechenden Vergeltung rechnen müsste.

Alles Überlegungen, die Terroristen, insbesondere Selbstmordtäter, nicht machen werden.

 

Unsere Bürgerinitiative hat in einem Memorandum viele ähnliche Hinweise auf die Atom-Terrorgefahr zusammengestellt. Eine ehrliche Diskussion über die von Atomanlagen ausgehenden terroristischen Gefahren ist überfällig!

 

Raimund Kamm  (Vorstand)    FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.

Augsburg – Dillingen – Günzburg – Heidenheim – Ulm    www.atommuell-lager.de 

www.facebook.com/pages/FORUM-gemeinsam-gegen-das-Zwischenlager-eV/152276034836072

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Aarhus Konvention Initiative http://aarhus-konvention-initiative.de

Die Aarhus Konvention – Umweltrecht für uns gemacht

Temelin Resolution deutsch, englisch und tschechisch  http://www.donauregion-atomkraftfrei.at/teilnehmer/

 

Nach jüngsten Vorfällen an tschechischem AKW

Internationale Temelin-Konferenz fordert Stopp neuer Atomprojekte

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Raimund Kamm über das  FORUM-Treff in Dillingen vom 6.2.17:

Gerade weil gegenwärtig so viele unserer Bemühungen von zähen Widerständen aufgehalten werden, tut es gut, dass wir in großer Runde zusammensitzen, Informationen austauschen und Pläne schmieden.

  1. Erkenntnisse Katastrophenschutz

 Nach der Katastrophe in Fukushima entschied das Innenministerium, dass die Katastrophenschutzpläne überarbeitet werden müssen. 6 Personen aus unserem Kreis hatten sich bereit erklärt sich nach den Fortschritten zu erkundigen. Bereits im Frühjahr 2016 fand ein Gespräch mit den Landräten aus Günzburg, Dillingen und Heidenheim statt.

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Heute  berichtet Joachim Rühl über einen Gesprächstermin in Augsburg bei der Regierung von Schwaben am 25.01.17. Dabei wurde klar, dass Augsburg nur für den bayrischen Bereich zuständig ist, für Sontheim und nördlich z. B. ist Stuttgart zuständig, deshalb sollten wir auch Kontakt zum Regierungspräsidium in Stuttgart aufnehmen. Rudolf Wahl hatte einen Fragenkatalog zusammengestellt und folgende Punkte wurden abgearbeitet.

  • Alarmierung

erfolgt durch Sirenenalarm – einschalten des Radiogerätes, hier werden genaue Angaben durchgegeben wie sich die Bevölkerung zu verhalten hat

  • Messung der Werte
  • Verteilung der Jodtabletten

diese werden zentral in jeder Gemeinde/Stadt gelagert und dann von Einsatzkräften an Apotheken verteilt

  • Evakuierung – die Planungszonen wurden erweitert

Zentralzone von 2 km erweitert auf 5 km

Mittelzone erweitert auf 20 km

Fernzone erweitert auf 100 km

Es sind keine Übungen mit der Bevölkerung vorgesehen

  • Informationsblatt

Es wird neu herauskommen, voraussichtlich Ende 2017 bzw. 2018, für die Fertigstellung und das Erscheinen sind die AKW-Betreiber zuständig

Resümee: Im Rahmen Ihrer Möglichkeiten arbeiten die Abteilungsleiterin und Ihre Mitarbeiter schon, aber trotzdem müssen wir dranbleiben und nachfragen, wann das Infoblatt fertig wird. Bei der Alarmierung sollte auch mit Lautsprecher durch die Straßen gefahren werden, um die Menschen zum Einschalten des Radios aufzufordern. Die Beamten gehen davon aus, dass die Einsatzkräfte im Katastrophenfall Ihren Dienst verrichten und bei der Evakuierung der Menschen helfen. Man geht davon aus, dass ca. 75 % der betroffenen Bevölkerung selbständig aus dem Gefahrenbereich kommt, die restlichen sollen mit Bussen transportiert werden. Die Polizei hat die Aufgabe, den Verkehr zu regeln.

Unserer Meinung nach sollte eine Evakuierung in der Kernzone unbedingt geübt werden.

  1. Aktionen 2017

Wir müssen politischen und öffentlichen Druck aufbauen, damit Block B und Block C dieses Jahr abgeschaltet werden. Durch Reststrommengen, die im Januar d. J. übertragen wurden, kann Gundremmingen weiterlaufen, obwohl die eigenen Strommengen bereits aufgebraucht sind.Wir fordern zusammen mit Ausgestrahlt und dem Umweltinstitut München, dass beide Blöcke 2017 abgeschaltet werden „Wer B sagt, muss auch C sagen“

Ausgestrahlt und das Umweltinstitut München haben dazu am 18.01.17 eine Online-Unterschriftenkampagne gestartet und in nur 3 Wochen bereits jeweils über 20.000 Unterschriften gesammelt. Mit Flyern, Plakaten und Unterschriftslisten wollen wir unser Anliegen publik machen.

Das Forum beabsichtigt mit einer Petition an den Landtag, diese Aktion zu unterstützen. Uns fehlt noch ein Gutachten von Prof. Mertins, er war bei der GRS tätig und ist jetzt im Ruhestand. Das Gutachten soll belegen, dass die Notfallkühlsysteme keinen Nachweis haben, nach Erschütterungen noch zu funktionieren. Die Petition muss mit Gefahrenargumenten begründet werden.

Wir sollten auf die Parteien in München zugehen und Gespräche führen, denn jetzt machen sie ihr Parteiprogramm und das kommt dann in die Koalitionsverhandlungen. Raimund schreibt sie an.

Ein Festival begleitend mit einem Energieinformationstag ist angedacht. Mit großer Bühne und guten Künstlern. Einen ganzen Tag sollen in Dillingen Informationen über erneuerbare Energien gepaart mit guter Musik die Leute anziehen. Stattfinden soll dieser Event im Juni oder Juli. Es wird heuer keine Demo geben. Wer Lust hat, bei den Vorbereitungen und der Ausführung mitzuarbeiten, soll sich bitte bei Uli Brenner oder Thomas Wolf melden.

  1. geschwärzte Seiten

Durch unseren Anwalt Herr Meisterernst erhielten wir Einblick in die Gutachten aus denen die Gefahren des Zwischenlagers hervorgehen. Von 140 Seiten waren 120 Seiten leer. Die Begründung für die Leerzeilen lautet: Diese Information geben einem Terroristen Anleitung das AKW anzugreifen.

  1. Sonstiges

 Der Erörterungstermin für den Abriss und den Rückbau findet am 31.03.17 in Gundremmingen statt.

Sobald wir das Gutachten für die Petition haben sollten wir einen Termin für ein Treffen vereinbaren. Auch vor dem Erörterungstermin sollten wir uns noch mal zusammensetzen.

  1. Fortschritte

Noch vor rund fünf Jahren habe ich vorgerechnet, dass zur Produktion derselben jährlichen Strommenge, wie sie das AKW Gundremmingen als Deutschlands größtes Kernkraftwerk erzeugt (rd. 20 Milliarden kWh), rund 4 – 5.000 moderne Windkraftwerke erforderlich seien. Damals wurden die Windräder in Gnannenweiler und Zöschingen in Betrieb genommen. Die 2009 in Gnannenweiler errichteten WKA liefern jeweils rund 3,5 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Die 2013 in Zöschingen ans Netz gegangenen liefern jeweils etwa 4,5 Mio. Jetzt las ich von Windrädern, die bei Nattheim aufgestellt werden. 20.1.17  http://www.swp.de/heidenheim/lokales/heidenheim/neue-windraeder-mit-159-metern-nabenhoehe-geplant-14330758.html

 

9 Millionen kWh je WKA pro Jahr. Machen wir Sicherheitsabschläge und kalkulieren wir den Jahresertrag einer Anlage mit 8,5 Millionen kWh. Dann braucht man rechnerisch nur noch 2400 solcher modernen Windräder, um so viel Strom zu erzeugen, wie das AKW Gundremmingen produziert.

Und woher bekommen wir Strom, wenn es dunkel ist und kein Wind weht?Die angestrebte Stromversorgung aus 100 % Erneuerbaren Energien (EE) braucht mehrerlei. Denn die EE sind wetterabhängig wechselhaft.

Den Mix aus verschiedenen Arten der EE. Also: Bioenergie, Photovoltaik, Wasser- und Windkraft. Vielleicht auch einmal Geothermie.

  1. Die großräumige Verteilung und den großräumigen Verbund der EE-Kraftwerke, um die Wettereinflüsse zu nivellieren.
  2. Lastmanagement, um flexible Stromverbraucher (Luftzerlegungsanlagen, elektr. Metallschmelzen, Kühlhäuser, …) an das wechselnde Angebot preiswerten Stroms gerade aus PV und Windkraft anzupassen.
  3. Speicher. Hier ist heute erst schlecht abzusehen, welche Techniken sich am besten entwickeln werden.

 

Hier ein Bild von schon etwa 80 Meter langen Flügeln.

Die Fortschritte sind gut. Vermutlich aber langsam ausgereizt. Auch Windräder wachsen nicht in den Himmel.

Gute Grüße an alle im FORUM und an alle UnterstützerInnen!

Raimund Kamm  (Vorstand)

FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager

und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.

Augsburg – Dillingen – Günzburg – Heidenheim – Ulm

www.atommuell-lager.de

www.facebook.com/pages/FORUM-gemeinsam-gegen-das-Zwischenlager-eV/152276034836072

Konto des FORUM e.V. bei Raiffeisenbank Aschberg eG:

IBAN: DE72720691130000021199 BIC:GENODEF1HZH

 

  1. Luitpoldstraße 26, 86157 Augsburg

T.0821 – 54 19 36  r.Kamm@anti-akw.de

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2017

Block B und C abschalten!

 

2017 + 2018

Von den Atom-, Gas- und Kohlekonzernen zu

den Ökostromfirmen wechseln!

Frauen und Männer wählen, die konsequent
für Atomausstieg und Klimaschutz eintreten!

Von: Raimund Kamm [mailto:r.kamm@anti-akw.de] Gesendet: Dienstag, 3. Januar 2017 12:00
Betreff: Medienmitteilung: Gefahren und Entsorgungsskandal des AKW Gundremmingen ernst nehmen!

 

Gefahren und Entsorgungsskandal des AKW Gundremmingen ernst nehmen!

FORUM und Ulmer Ärzteinitiative empfangen Umweltministerin Dr. Hendricks mit kleiner Demonstration: Samstag, 7. Januar ab 11 Uhr in Ulm an der ehemaligen Hochschule für Gestaltung, Am Hochsträß 10.

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32 Kilometer von Ulm donauabwärts entfernt läuft noch immer Deutschlands gefährlichstes AKW. In Gundremmingen sind sogar noch zwei Siedewasserreaktoren in Betrieb. Die Unglücksreaktoren in Fukushima waren vom gleichen Typ. Alle anderen Siedewasserreaktoren Deutschlands, die nur einen Hauptkreislauf haben und deren Abklingbecken nicht durch den Sicherheitsbehälter geschützt werden, sind bereits abgeschaltet.

Seit 50 Jahren wird in Gundremmingen Atomstrom und Atommüll produziert. Kein Kilo des Atommülls wurde bisher entsorgt. Alles nur gefährlich zwischengelagert. In Gundremmingen befindet sich mehr Atommüll als an jedem anderen Ort in Deutschland. Schätzungsweise über 10.000 Kilogramm des Extremstoffes Plutonium.

Die Bürgerinitiative FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik wird zusammen mit der Ulmer Ärzteinitiative vor dem Neujahrsempfang der Ulmer SPD Frau Umweltministerin Dr. Barbara Hendricks, die die Verantwortung für die Reaktorsicherheit in Deutschland hat, auf die Gefahren dieser Gundremminger Reaktoren hinweisen und dies in einem Offenen Brief erläutern.

Raimund Kamm  (Vorstand)

FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.

Augsburg – Dillingen – Günzburg – Heidenheim – Ulm

www.atommuell-lager.de

www.facebook.com/pages/FORUM-gemeinsam-gegen-das-Zwischenlager-eV/152276034836072

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Von: Raimund Kamm [mailto:r.kamm@anti-akw.de] Gesendet: Montag, 07. November 2016 19:40

Es geht doch voran:

1. Summe aus EEG-Umlage + Preis an der Strombörse konstant

2. IEA hebt Prognose für den weltweiten Ausbau der EE

3. Schweden steigt aus Atom-, Erdgas-, Erdöl- und Kohlestrom aus

4. Ergebnisse einer großen Energiekonferenz

 

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Manchmal kann man im Alltag ob all der Widerstände gegen den Umweltschutz und die Energiewende verzweifeln. Und da hilft es immer wieder, auch auf unsere Erfolge zu schauen und uns unserer Argumente zu vergewissern.

 

  1. Summe aus EEG-Umlage und durchschnittlichem Preis an der Strombörse ist ziemlich konstant

Erstaunlicherweise wurde in den zurückliegenden Wochen doch nicht so viel über die EEG-Umlage geschimpft. Dennoch hier eine Grafik. Sie zeigt, dass der Strompreis an der Börse stark gesunken ist und gerade auch deswegen steigt die EEG-Umlage. Denn sie finanziert den Unterschied zwischen der Vergütung für die EEG-Anlagenbetreiber und dem Verkaufspreis an der Strombörse. Da heute beispielsweise eine Windanlage in Norddeutschland 6 Cent je Kilowattstunde und in Süddeutschland 8 ct/kWh bekommt, und der Börsenpreis auf durchschnittlich 3,4 ct/kWh gesunken ist, muss mehr Geld über die EEG-Umlage aufgebracht werden. Bei PV- und Biogasanlagen sind die Vergütungen noch höher und somit muss dort viel über die EEG-Umlage aufgebracht werden. Doch die Summe aus Börsenstrompreis und EEG-Umlage ist ziemlich konstant.

Summe aus durchschnittlichem Börsenstrompreis und EEG-Umlage (2010-2016)

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Quelle BMWi nach netztransparenz.de und EEX

 

  1. IEA (Internationale Energie Agentur) erhöht die Prognosen für den weltweiten Ausbau der Erneuerbaren Energien stark

IEA hebt Wachstumsprognose für Erneuerbare deutlich an

Frankfurter Rundschau (Auflage: 55.597) vom 26.10.2016 | S. 12 | von Frank-Thomas Wenzel
Die Internationale Energieagentur (IEA) geht in ihrem aktuellen Prognosebericht von einem deutlich schnelleren Wachstum der EE aus als in ihren früheren Studien angenommen. „Wir sind Zeuge einer Transformation der globalen Energiemärkte unter Führung der Erneuerbaren. Das Gravitationszentrum des Wachstums bewegt sich in Richtung der Schwellenländer“, sagte IEA-Direktor Fatih Birol bei der Präsentation der neuen Studie am Dienstag in Singapur. 2015 entfielen erstmals mehr als die Hälfte aller neu geschaffenen Kapazitäten zur Stromerzeugung auf EE-Anlagen. Weltweit werden jeden Tag rund eine halbe Million Solarpaneeleinstalliert. Und allein China bringt jede Stunde zwei neue Windräder ans Netz. Neben ehrgeizigeren Förderprogrammen tragen vor allem auch technologische Fortschritte und sinkende Preise infolge des steigenden Wettbewerbs zu dieser Entwicklung bei. Laut IEA werden Sonne, Wind und Biomasse mit deutlichem Abstand die am schnellsten wachsende Quelle für Elektrizität bleiben. In ihrem neuen Bericht geht die Agentur davon aus, dass die EE 2021 einen Anteil von 28 Prozent am globalen Strommix haben werden – 2015 waren es noch 23 Prozent. Birol kündigte an, die IEA werde mit den Regierungen weltweit kooperieren, um den Einsatz der Ökoenergie zu optimieren. Besonderes Potenzial wird etwa bei der E-Mobilität gesehen, die nach Einschätzung des World Energy Council (WEC) langsam aber beständig an Marktanteilen gewinnt. Für die globale Nachfrage nach Benzin und Diesel heißt das laut WEC im Umkehrschluss, dass sie ihren Höhepunkt 2030 erreichen wird – danach werde der Verbrauch wieder sinken. Bloomberg New Energy Finance rechnet sogar damit, dass der Peak Oil Demand bereits 2025 erreicht sein wird. Grund seien Effizienzsteigerungen bei Verbrennungsmotoren und ein rascher Durchbruch der E-Mobilität.

Weitere Informationen unter: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/energiepolitik/iea-bericht-zahl-der-erneuerbaren-energietraeger-steigt-14497162.htmlSchweden steigt aus Atom-, Erdgas-, Erdöl- und Kohlestrom aus – und setzt auf 100 % EE

27.10.16  http://www.iwr.de/news.php?id=32403

   3.Schweden will nur noch erneuerbare Energien

Schweden will die Stromerzeugung bis 2040 vollständig auf erneuerbare Energien umstellen. Dieses Ziel hat sich Schweden im Sommer 2016 selbst gesetzt. Dabei setzt das skandinavische Land mit rd. 10 Mio. Einwohnern vor allem auf den Ausbau der Windenergie.

Windenergie steht im Vordergrund
Schweden sieht sich auf einem guten Weg, die Erneuerbaren-Ziele bis 2040 zu erreichen, wie Vadasz Nilsson, Direktorin der Schwedischen Energiemarkt-Kontrollbehörde gegenüber Reuters mitteilt. Insbesondere durch die dünne Besiedlung gebe es viele gute Standorte für große Windenergie-Projekte an Land, so Nilsson.

Wasserkraft wichtigster Energieträger in Schweden
In Schweden werden jährlich rd. 170 Mrd. kWh Strom erzeugt, davon stammen knapp 60 Prozent aus regenerativen Quellen. An erster Stelle steht die Wasserkraft mit einer Stromerzeugung in 2015 von rd. 75 Mrd. kWh (44 Prozent). Neue Wasserkraftwerke plant das skandinavische Land aber nicht mehr, stattdessen sieht der parteiübergreifende Energieplan vom Sommer 2016 vor, den Ertrag bestehender Wasserkraftwerke zu erhöhen. Die Stromerzeugung aus Windenergie ist in den vergangenen Jahren stetig angestiegen auf knapp 17 Mrd. kWh im Jahr 2015. Das entspricht einem Anteil knapp 10 Prozent an der Stromerzeugung (2014: 7 Prozent). Derzeit sind in Schweden Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von rd. 6.030 Megawatt (MW) installiert, ein Anstieg von über 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2014: 5.410 MW).

4.Ergebnisse einer großen Energiekonferenz in Berlin

Anfang Oktober habe ich eine zweitägige große Konferenz über Energieforschung in Berlin besucht. Jetzt stehen auf Klimaretter mittels Interview bemerkenswerte Ergebnisse dieser Konferenz:

25.10.16  http://www.klimaretter.info/forschung/hintergrund/22137-wie-sozial-innovativ-ist-die-energiewende

Wie (sozial) innovativ ist die Energiewende?

Zum Megaprojekt Energiewende gab es auch Mega-Forschung: 30 Millionen Euro vom Bundesforschungsministerium, 33 Forschungsverbünde, drei Jahre Dauer und eine zweitägige Schlusskonferenz Anfang Oktober in Berlin, alles koordiniert vom Öko-Institut und vom Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE). Was beim Schürfen an der „Umwelt- und gesellschaftsverträglichen Transformation des Energiesystems“ herauskam, erläutern Rainer Grießhammer vom Öko-Institut und Matthias Bergmann vom ISOE – heute Teil eins.  Interview Jörg Staude

Grießhammer , Gründer und Geschäftsführer des Freiburger Öko-Instituts

Bergmann, Evaluationsexperte beim ISOE in Frankfurt am Main, stellten sich in Berlin gemeinsam den Fragen von klimaretter.info – für einen allein, sagten sie, sei es schlicht unmöglich, über alle Projekte den Überblick zu haben. Fertige Antworten sind von ihnen nicht zu erwarten, eher gilt: Jetzt kennen wir die weißen Flecken der Energiewende besser. 

klimaretter.info: Herr Grießhammer, Herr Bergmann – 2013 startete das von Ihren Instituten betreute Forschungsprogramm zur Energiewende. Seitdem gab es zwei EEG-Reformen, ein Gesetz zum Strommarkt 2.0, eines zum Netzausbau und anderes mehr. Hinkt die Wissenschaft der politischen Dynamik nicht hoffnungslos hinterher?

Matthias Bergmann: Tatsächlich hatten es die Forscher mit einem „beweglichen Ziel“ zu tun. Fragen, die sie sich anfangs gestellt hatten, waren mit der Zeit schlicht und ergreifend überholt. Einen politisch so volatilen Gegenstand zu erforschen war nicht einfach.

Rainer Grießhammer: Zu diesem ganz aktuellen Thema zu forschen war schon etwas Besonderes. Normalerweise führt man als Wissenschaftler seine Studien durch und hofft, dass die Politik darauf reagiert. Dass es diesmal umgekehrt kam, war wirklich eine Herausforderung für Wissenschaftler und Praktiker. Die in den Projekten gewonnenen Erkenntnisse beziehen sich überwiegend auf einen längeren Zeitraum. Wie sieht es in den nächsten Jahrzehnten mit der Gebäudesanierung oder mit dem Design des Strommarkts aus? Aus dieser Sicht ist das Bundesforschungsministerium mit den Ergebnissen des Programms sehr zufrieden.

Ist die Energiewende denn noch aufzuhalten oder droht gar ein „Rollback“?

Grießhammer: Im Strombereich ist die Energiewende sicher durch, der Atomausstieg wird nicht mehr „abgewickelt“ werden. Erneuerbare Energien haben jetzt schon einen Anteil von einem Drittel beim Strom und bleiben auf dem Vormarsch – trotz des Abbremsens durch die EEG-Reform 2016. Und auch der Kohleausstieg deutet sich mit ersten, wenngleich noch zaghaften Schritten an.

Schwieriger ist es im Gebäudebereich und erst recht bei der Mobilität. Hier stehen die Ampeln eher noch auf Rot.

Bergmann: Schaut man sich aber das Gesamtsystem an – Strom, Wärme und Verkehr und ganz besonders die Elektromobilität – und listet auf, wo künftig jeweils Ökostrom eingesetzt werden soll, wird der eigentliche Selbstläufer erneuerbarer Strom wieder mit Fragezeichen versehen. Angesichts der enormen Mengen von Ökostrom, die man dann zusätzlich braucht, ist schon fraglich, ob das so einfach umgesetzt werden kann.

Die Strategie, vor allem mithilfe von Ökostrom alles klimaneutral zu gestalten, macht unter dem Schlagwort „Sektorkopplung“ Karriere. Was sagt die Wissenschaft, wo dieser ganze Strom herkommen soll?

Grießhammer: Bis 2025 werden noch klassische Anwendungen den Einsatz des Stroms dominieren. Bis dahin wird auch Elektromobilität noch keine wesentliche Rolle spielen. Aber später stellt sich die große Frage, ob man in Deutschland für die Elektromobilität noch weitere erneuerbare Anlagen durchsetzen kann.

Sollten sich nicht ganz wunderbare Fortschritte einstellen, so beim Verkehrsverhalten oder bei den Wirkungsgraden der Photovoltaik, wird ein Teil der zusätzlich erforderlichen Stromerzeugung wahrscheinlich ins Ausland verlagert. Das wird ganz neue Debatten auslösen. Stichwort Nordafrika: Man könnte von dort direkt Strom holen oder dort strombasierte Kraftstoffe herstellen und dann per Tanker hierher schaffen lassen.

Massenhaft Ökostrom aus dem Ausland zu beziehen kann auch als neue Art Problemverlagerung verstanden werden. Wo bleibt denn die Effizienz? Gilt die Faustregel noch, dass Haushalte 40 bis 50 Prozent ihres Stroms einsparen könnten?

Grießhammer: Aber ja: Ein durchschnittlicher Haushalt könnte ohne weiteres bis zu 50 Prozent einsparen. Das hat das Projekt zu den sogenannten Stromeffizienzklassen noch einmal eindringlich gezeigt. Die dazu veröffentlichte Broschüre müsste eigentlich jeder Stromrechnung beigelegt werden. Denn bislang werden die großen Einsparmöglichkeiten nicht realisiert, außer von den üblichen drei bis fünf Prozent der Haushalte, die bei ökologischen Themen immer Vorreiter und Pioniere sind. Die meisten Haushalte murren zwar über hohe Stromkosten, 70 Prozent von ihnen können aber gar nicht beziffern, was sie bezahlen, geschweige denn, was sie einsparen könnten.

Bei der Energiewende geht es am Ende um nicht weniger als die Schaffung einer neuen globalen Infrastruktur.

Bergmann: Dazu kommen noch die Rebound-Effekte. Man kauft sich ein neues, effizientes Gerät, zum Beispiel einen Kühlschrank, aber dann gleich einen größeren, weil der doch so schön sparsam ist.

Seine Stromrechnung kann der Verbraucher so oder so kaum nachvollziehen. Er hört jetzt, dass 2017 die EEG-Umlage und die Netzentgelte steigen und Strom teurer wird – dieser bleibt aber an der Börse unschlagbar billig. Und je billiger er dort wird, desto teurer könnte Haushaltsstrom werden. Wer soll das verstehen und daraus noch Sparanreize ziehen?

Grießhammer: Nun, das war sicher ein Fehler, die Höhe der EEG-Umlage auf die Differenz zum Börsenstrom zu beziehen. Noch ärgerlicher ist, dass die Versorger die Einsparungen durch den günstigen Börsenpreis nicht an die Verbraucher weitergeben. Bei großen und weitreichenden Veränderungen passieren leider auch Fehler. Das unterscheidet die Energiewende nicht von anderen Entwicklungen. Die Welt wird immer komplexer, ob es nun die Finanzmärkte, der Brexit oder die Flüchtlingsfrage sind. Die Zeit der einfachen Antworten ist schon lange vorbei.

Entscheidend für die Vermittlung der Energiewende sind aber nicht technische Details oder einzelne Kostensteigerungen, sondern attraktive Visionen, das Aufrechterhalten der Aufbruchstimmung und das Durchhaltevermögen der Politik.

Soziale Innovationen – zum Beispiel gemeinschaftliche Lösungen wie Mieterstrom – werden derzeit recht stiefmütterlich behandelt. Haben wir da eine Leerstelle in der Energiewende?

Bergmann: Tatsächlich gibt es bislang einen Fokus auf technologische Innovationen, und die waren ja bei der Photovoltaik und der Windenergie auch äußerst erfolgreich. Aber gerade bei der Mobilität und im Gebäudebereich brauchen wir zusätzlich soziale Innovationen.

Dazu wurden im Forschungsprogramm interessante Fallstudien zu Stadtquartieren, Energiegenossenschaften und Stadtwerken durchgeführt, so in den Projekten TransStadt, EnerTransRuhrEnGeno und SW-Agent. Der nächste Schritt müsste sein, diese Ideen in die Breite zu führen. Das können aber Forschungsprojekte nur schwer leisten, weil ihre Laufzeiten zu kurz sind und Umsetzung in einem traditionellen Verständnis nicht die Aufgabe von Forschung ist.

Soziale Innovationen aus der Nische herauszubringen, sie auf ähnliche Strukturen zu übertragen und „hochzuskalieren“, wie man heute sagt – das ist für mich eine der künftigen Aufgaben. Wissenschaft und Forschungsförderung müssen gemeinsam zur Einsicht kommen, dass Forschen mehr ist, als nur Wissen zu erzeugen. Forschung für die Gesellschaft heißt auch, das Wissen wirkungsvoll werden zu lassen und die Umsetzung zu begleiten.

Grießhammer: In den Projekten stecken viele innovative, praxisgerechte Empfehlungen – wie bei EnGeno zu Energiegenossenschaften, bei EnEEbler zu betrieblichen Energiegenossenschaften oder bei TransStadt zu ganzheitlichen Quartierskonzepten.

Quer durch alle Projekte zeigt sich, dass ihre Zukunft davon abhängt, welchen Rahmen der Staat setzt. Mehrere Gesetzesänderungen der letzten Jahre haben zum Beispiel die Bürgerenergiewende deutlich geschwächt. Damit sinkt voraussichtlich auch die Unterstützung für die Energiewende.

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Liebe Freundinnen und Freunde Pro Atomausstieg und Pro Energiewende,

 mit untenstehender Medienerklärung habe ich am vergangenen Sonntag auf Tricks am AKW hingewiesen. Und unsere Forderung ausgedrückt: Auch Block C in Gundremmingen spätestens im Jahr 2017 abschalten!

 Aktuell geht es wieder um die EEG-Umlage. Es ist gut, die Zusammenhänge zu kennen und beispielsweise mit Leserbriefen in den Meinungskampf eingreifen zu können. Deswegen hier ein Infokasten:

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 15. Oktober 2016

 Ohne Subventionen für Atom, Erdgas und Kohle wäre ein EEG überflüssig

 Mit der EEG-Umlage wird der Unterschied zwischen der Vergütung für Biogas-, PV- und Windanlagen einerseits und dem Preis an der Strombörse andrerseits ausgeglichen. Sinkende Preise an der Strombörse führen also zu höherem EEG-Aufwand und höheren EEG-Umlagen. So ist die EEG-Umlage bei einem durchschnittlichen Preis an der Strombörse von im Jahr 2015 nur noch 3,2 Cent je Kilowattstunde erheblich höher, als sie wäre, wenn der Preis an der Strombörse bei beispielsweise 8 Cent je Kilowattstunde läge. So hoch war er etwa im Jahr 2008.

 Warum ist der Preis an der Strombörse so stark gesunken?

Die Verbilligung der Steinkohleimporte und das wachsende Angebot von EE-Strom (Erneuerbare Energie Strom) sowie Überkapazitäten alter abgeschriebener Kraftwerke haben zu den niedrigen Preisen an der Strombörse geführt.

 Wichtig: Die Summe aus Strombörsenpreis und EEG-Kosten je Kilowattstunde ist seit vielen Jahren annähernd konstant. Wem also jetzt die Stromfirmen mit der falschen Begründung „Erhöhung der EEG-Umlage“ den Strompreis erhöhen wollen, sollte den Stromanbieter wechseln!

 Mit der EEG-Umlage werden im Prinzip die Investitionen in neue umweltschonende Kraftwerke angereizt und finanziert.

Und noch wichtiger: Würden die Atom- und Kohlekraftwerke keine Subventionen erhalten und müssten sie getreu dem Verursacherprinzip für ihre Folgekosten aufkommen – anstatt die auf unsere Kinder und Enkel abzuschieben – wäre kein EEG mehr nötig. PV und Windkraft wären preiswerter als Atom, Erdgas, Erdöl und Kohle.

 Raimund Kamm

http://www.atommuell-lager.de/informationen/17_Preistreiber.pdf

http://www.atommuell-lager.de/informationen/27Wahl2013.pdf

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10.10.16  http://www.deutschlandfunk.de/cyberangriffe-atomenergiebehoerde-warnt-vor-hackerattacken.447.de.html?drn:news_id=665385

Cyberangriffe

Internationale Atomenergieagentur (IAEA) warnt vor Hackerattacken auf Atomkraftwerke

Cyberangriffe auf Atomkraftwerke sind laut dem Leiter der Internationalen Atomenergiebehörde, Amano, inzwischen Realität.

Amano sagte mehreren Medien, dass vor zwei bis drei Jahren eine Hackerattacke auf ein Kernkraftwerk stattgefunden habe. In welchem Land der Angriff stattfand, sagte der IAEA-Chef nicht. Der bisher nicht öffentlich gemachte Vorfall habe Probleme im Kraftwerk verursacht, sei jedoch nicht zerstörend gewesen. 

Die Sorge vor Angriffen mit Computerviren auf Atomkraftwerke hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Grund dafür sind immer neue Schadprogramme, die versuchen, in die Steuerung von Industrieanlagen einzugreifen. Daneben besteht die Gefahr des Diebstahls von hochangereichertem Uran oder von Daten aus Atomkraftwerken.

"Hackerattacken inzwischen Realität": Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde, Yukiya Amano. (picture-alliance / dpa / Hans Punz)

„Hackerattacken inzwischen Realität“: Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde, Yukiya Amano. (picture-alliance / dpa / Hans Punz)

 

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Bei der Nachrichtenagentur Reuters hieß es ergänzend am selben Tag:

In April, German utility RWE increased its security after its Gundremmingen nuclear power plant was found to be infected with computer viruses. The company said they did not appear to have posed a threat to operations.”

 

Über die Warnungen der IAEA berichtete auch die Süddeutsche Zeitung und es hieß: „Die Region, die nicht die Gefahr des nuklearen Terrorismus sieht, schwebt am stärksten in Gefahr“, warnte Amano.

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England

EON erkennt die Überlegenheit der Erneuerbaren Energien an – und verschiebt die atomaren Folgekosten auf die Steuerzahler

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Interview der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 4. September 2016 mit Johannes Teyssen, dem Chef von Eon.

Ich bin ganz sicher: Die Erneuerbaren werden weltweit die dominante Quelle von Energie werden – und zwar ohne Subventionen.“ Und: „Die Kernenergie war (…) kein Fehler. Die Frage war nur: Brauchen wir sie morgen noch? Darüber können wir dank der Erneuerbaren heute frei entscheiden.“

Und weiter meint er: Die Erneuerbaren sind schon bald auch in Deutschland ganz ohne Subventionen wettbewerbsfähig. „Der Tag ist näher, als die meisten denken“, prophezeit er. Auch die EEG-Umlage werde perspektivisch sinken. Zunächst aber müssten die 20 Jahre währenden Vergütungen abbezahlt werden.

Dass die Kernenergie kein Fehler war, kann er nur sagen, weil in schmutzigen Deals den Atomkonzernen große Teile der Folgekosten abgenommen und auf unsere nachkommenden Steuerzahler abgeschoben werden. Darüber gab es Ende Juli einen sehr sehenswerten Fernsehfilm: http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/videos/exclusiv-im-ersten-der-grosse-atom-deal-108.html

Nach dem Anschauen dieses 30-minütigen Films könnte ich „platzen vor Wut“ über Beust, Hennenhöfer, Merkel, Platzeck, Teyssen, Trittin, … (wollen den die GRÜNEN wirklich noch einmal aufstellen?)

Übrigens: Die Brennelementesteuer wurde 2011 gerade auch eingeführt, um die AKW-Betreiber an der Bezahlung der Folgekosten (Asse!!) zu beteiligen. Jetzt zum Ende des Jahres 2016 soll sie auslaufen.

16.09.2016: Mail von Raimund Kamm

FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager

und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.

Augsburg – Dillingen – Günzburg – Heidenheim – Ulm

www.atommuell-lager.de 

www.facebook.com/pages/FORUM-gemeinsam-gegen-das-Zwischenlager-eV/152276034836072

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50 Jahre Unmoral

Am 14. August 1966 startete im schwäbischen Gundremmingen (zwischen Augsburg und Ulm) in Deutschlands damals wie heute größtem Atomkraftwerk die Uranspaltung. Dabei wird tödlicher Atommüll erzeugt. Dieser strahlt weit über eine Milliarde mal stärker als der Ausgangsstoff Uran. Und es braucht mehr als eine Million Jahre bis die Strahlung so weit abgeklungen ist, dass sie wieder das Niveau von Uran erreicht.

 Die AKW-Betreiber RWE und PreussenElektra (ursprünglich Bayernwerke, dann EON und neuerdings PreussenElektra) haben von dem bisher in Gundremmingen erzeugten hochradioaktiven Todesmüll noch nicht ein Kilogramm entsorgt. Alles nur megagefährlich oberirdisch zwischengelagert.

 Und sie produzieren weiter. Und dabei wäre sogar die Stromversorgung Deutschlands wie Bayerns auch ohne diese Todesfabrik gesichert. 50 Jahre Kernspaltung in Gundremmingen sind 50 Jahre Unmoral.

 Chronik: Wir haben eine Geschichte dieses Gundremminger Atommülls geschrieben.


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Gundremmingen 23. April 2016,

Demonstration „Abschalten vor dem GAU!“

Ansprache von Raimund Kamm (gekürzt)

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Warum sind wir heute hier?

Vier Gedenktage mahnen.

50 Jahre AKW Gundremmingen.

Dieses AKW wurde im Jahr 1966 mit dem Block A in Betrieb genommen.

Es laufen noch zwei Siedewasserreaktoren. Es gab 10 SWR in Deutschland. Acht sind endgültig stillgelegt. Nur noch die zwei hier laufen – und bedrohen uns.

Siedewasserreaktoren waren billiger zu bauen als die meistens errichteten Druckwasserreaktoren, DWR. Aber sie haben weniger Sicherheitsreserven. In diesen zwei Gundremminger SWR sind die Reaktordruckbehälter falsch konstruiert. Eine wichtige Schweißnaht sitzt an einer heiklen Stelle. Bei einer kritischen Druckwelle in den Reaktoren können sie aufreißen. Die zwei Gundremminger Blöcke verfügen auch über zu wenige Notkühlsysteme. Fachleute wie Professor Renneberg oder Dr. Mertins meinen, dass dieses AKW Gundremmingen deshalb vorschriftswidrig betrieben wird. Und auch deswegen die Bayerische Staatsregierung als Aufsichtsbehörde diesem AKW die Betriebserlaubnis entziehen muss!

30 Jahre Tschernobyl. Am 26. April 1986 explodierte der Reaktor 4 in Tschernobyl. Fehlbedienung und Fehlkonstruktion waren die Ursachen. Einige Dutzend Menschen starben sofort. Zehntausende junge Soldaten wurden zur Strahlungsquelle kommandiert, um den Block abzudichten

(………)

10 Jahre Zwischenlager Gundremmingen. Im August 2006 wurde Deutschlands größtes Zwischenlager hier in Gundremmingen in Betrieb genommen. Es ist nur unzulänglich gegen Terrorangriffe geschützt. Heute muss man befürchten, dass es auch Ende dieses Jahrhunderts noch nicht geräumt ist.

(………)

5 Jahre Fukushima. Ab 11. März 2011 explodierten gleich drei Siedewasser-Reaktoren und ein Abklingbecken in Fukushima. Auslöser waren Erdbeben und Tsunami. Eigentliche Ursache waren unglaubliche, aber nur den Experten bewusste Konstruktionsfehler. Und unfassbarer Leichtsinn der Betreiberfirma Tepco und der Behörden. Und Korruption – wie bei der Atomenergie üblich.

Wir können anders! Und wir sind hier, um dies laut zu fordern

In Deutschland haben wir so viele Kraftwerksüberkapazitäten, dass wir das AKW Gundremmingen sofort abschalten können. Und sehr schnell auch die dann noch verbleibenden 6 anderen Altreaktoren.

Hier und heute stellen wir 5 Forderungen:

1. Deutschlands gefährlichstes Kernkraftwerk, das AKW Gundremmingen, schnellstens abschalten! Spätestens im Jahr 2017 müssen beide Blöcke den Betrieb einstellen!

2. In Deutschland muss nach wissenschaftlichen Kriterien in einem transparenten Verfahren ernsthaft der best geeignete Ort für ein unterirdisches Endlager gesucht und dort ein Endlager errichtet werden.

3. Für die erforderliche noch jahrzehntelange Zwischenlagerung müssen neue erheblich robustere Anlagen gebaut werden! Und das muss nicht an den AKW-Standorten sein….

4. Für den Gesundheits- und Klimaschutz mit dem schrittweisen Kohleausstieg beginnen.

5. Noch für einige Jahre schwungvoll die Photovoltaik und die Landwindkraft ausbauen. Die niedrigen Ausbaudeckel und in Bayern die 10-H-Regelung wieder beseitigen.

(…………….)

Die Arbeit und der Kampf gehen weiter.

Abschalten vor dem GAU!

Raimund Kamm

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Notizen vom NUCLEAR PHASEOUT CONGRESS

Mo. 21.3.16 in Zürich – Veranstalter Schweizerische Energie-Stiftung

Am 21. März 2016 nahmen 223 Personen am NPC 2016 – Nuclear Phaseout Congress der SES teil. Der Kongress thematisierte die weltweite Entwicklung der Atomenergie, die Risiken alternder Reaktoren und die Herausforderungen für Atomaufsichtsbehörden, Politik und Gesellschaft.“

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Hier ein paar Notizen von mir:

Simone Mohr, Ökoinstitut Darmstadt

Sprödbruchreferenztemperatur als Maß für den Zähigkeitszustand des Reaktordruckbehälters RDB.

Dr. Hans Wanner, Direktor Ensi (Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat) http://www.ensi.ch/de/die-aufsichtsbehoerde-ensi/ensi-gl/dr-hans-wanner/

Wir dürfen nicht zulassen, dass politische und wirtschaftliche Überlegungen zu Abstrichen bei der Sicherheit der KKW führen.

Alterungsüberwachung ist für uns ein wichtiges Thema.

AXPO hatte beschlossen, 700 Mio SFR in die Sicherheit der beiden Blöcke von Beznau zu investieren. Das war, bevor die Strompreise so tief gesunken sind.

Jetzt haben wir die Gefahr des Ausfahrens. Das heißt, es wird nicht mehr viel in die Sicherheit investiert sondern die Anlage ausgefahren.

Unsere Lage in der Schweiz war: Bis vor wenigen Jahren waren die Betreiber in einer komfortablen Situation. Ihre Anlagen waren sehr profitabel. Die Betreiber mussten sich nur darum kümmern, dass die Anlagen in einem guten Zustand blieben und die Betriebslizenz erhalten blieb.

Jetzt ist die Lage anders: Die Anlagen sind nicht mehr profitabel und die Motivation für Sicherheitsinvestitionen nimmt ab. Es besteht die Gefahr des Ausfahrens.

Wir als Aufsichtsbehörde spüren zunehmend den Druck, der in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratenen Betreiber.

Deswegen fordern wir: Kein Ausfahren der KKW!

Yves Marignac, Direktor WISE-Paris

In Frankreich nehmen die Finanzprobleme der Atomfirmen stark zu. Und damit wächst die Gefahr, dass Sicherheitsüberlegungen zurückgestellt werden.

Gregory Jaczko, ehemaliger Chef der Atomaufsicht in den USA

Mir machen die Auswirkungen der langfristig angekündigten Stilllegungen auf die Mitarbeiter Sorgen. Wer gesagt bekommt, dass sein Werk nicht mehr gewünscht und nicht mehr akzeptiert ist und deswegen in einigen Jahren stillgelegt wird, verliert an Arbeitsmotivation. Und das kann zu Lasten der Sicherheit gehen.

Besser wäre es, man würde ein AKW von einem Tag auf den anderen abschalten.

Mycle Schneider, Paris: „Statusreport der Nuklearindustrie“

Die 10 Inbetriebnahmen (Betriebsbeginn) neuer AKW im Jahr 2015 waren keine Trendwende. 8 hiervon erfolgten in China. Einige hiervon wären ohne das Erschrecken durch Fukushima früher fertiggestellt und in den Jahren zuvor in Betrieb genommen worden.

In Japan werden viele AKW als „in Betrieb“ geführt, obwohl sie offensichtlich nie wieder eingeschaltet werden. Deswegen haben wir eine neue empirische Kategorie in die Statistik der AKW weltweit eingeführt: Long-Term-Outage (LTO)

In diese Kategorie sortieren wir AKW ein, die ein ganzes Kalenderjahr plus den ersten sechs Monaten des Folgejahrs nicht in Betrieb waren.

Dass die Atomkraft weltweit zurückgeht, sieht man auch daran, dass im Jahr 2006 noch 2660 Milliarden Kilowattstunden Atomstrom produziert wurden. Im Jahr 2014 noch 2410.

Früher wurden viel mehr AKW gebaut. Im „Spitzenjahr“ 1976 wurden 44 AKW-Baustellen begonnen. Im Jahr 2015 „nur“ noch 7.

China hat nach Beginn der Fukushima-Katastrophe auch den Baubeginn von Reaktoren zeitweise eingefroren.

Weltweit ist ein neuer Trend zu beobachten: Es werden jetzt auch Reaktoren stillgelegt, weil sie ihre variablen Kosten (das sind die Kosten, die für den Betrieb erforderlich sind. Davon zu unterscheiden sind die Fixkosten, die anfallen egal ob ein Betrieb läuft oder nicht. Ausgaben für Spaltstoff sind variable Koste. Für Mieten hingegen Fixkosten.) nicht mehr decken.

Der Wert von Frankreichs Atomtechnikkonzern Areva ist um 95 % gefallen.

Seit kurzem sind die Hauptgegenspieler der Atomkraft: PV und Windkraft.

Unter Sicherheitsaspekten muss für die Frage „AKW noch weiter betreiben – oder abschalten?“ auch das Kriterium Bevölkerungsdichte berücksichtigen.

Zu Frankreich

In Frankreich haben wir den höchsten Atomstromanteil aller Industrieländer. Haben wir dort den höchsten Wohlstand?

Fünf Millionen Menschen leben offiziell in Energiearmut. Insbesondere weil Frankreich auf Elektroheizungen und Atomkraft gesetzt hat.

Jürgen Trittin MdB, früherer Umweltminister in Deutschland

Der Atomausstieg wird von einer großen Bevölkerungsmehrheit gewollt. So sagten vor fünf Jahren in einer repräsentativen Meinungsumfrage für das ZDF-Politbarometer („Befürworten Sie den Beschluss der Bundesregierung zum Atomausstieg bis 2022?“) 45 % Ja

34 % Noch schneller

18 % Nein

Aber direkt nach Unterzeichnung der Atomausstiegvereinbarung im Juni 2001 zwischen den vier AKW-Betreibern und der Bundesregierung haben die großen Vier wieder gegen den Atomausstieg lobbyiert. Und das gemeinsam mit ihren kommunalen Eigentümern und ihren Gewerkschaften und Belegschaftsvertretern. Diese haben in den paritätisch besetzten Aufsichtsräten ja immerhin die Hälfte der Sitze.

Wann endlich singen die Alt-SPDler nicht mehr „Glück auf der Steiger kommt“ sondern „Brüder zur Sonne zur Freiheit“!

Und noch etwas: Wir AntiAKWler waren nicht naiv. Wir haben nicht geglaubt, dass der Strom aus der Steckdose kommt. Wir wollen, dass er ohne Atomgefahren und ohne Atommüll oder Treibhausgase zu erzeugen, darein kommt.

Übrigens sagte im Herbst 2015 der Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur Fatih Birol auf die Frage, ob der weltweite Boom der Erneuerbaren Energien weitergehen werde: Obwohl die fossilen und nuklearen Energien etwa vier Mal so viel finanzielle Förderung erhalten wie die Erneuerbaren Energien, wird der Siegeszug der Erneuerbaren Energien nicht aufzuhalten sein.

Naoto Kan, 2011 während des Beginns der Fukushimakatastrophe Premierminister in Japan: „Fünf Jahre nach Fukushima – warum Japan aus der Atomenergie aussteigen soll“

Ich hatte es nie für möglich gehalten, dass ein Desaster wie in Tschernobyl in Japan passieren könnte, da unsere Technologie sehr fortgeschritten ist. Nach Fukushima musste ich feststellen, dass meine Meinung falsch war

Ich hörte am 11.3.2011, dass in Fukushima-Daiichi nach dem Erdbeben alle sechs Atomreaktoren abgeschaltet wurden. Aber bald erfuhr ich, dass die Stromversorgung ausgefallen war. Obwohl ich kein Atomfachmann bin, wusste ich, dass dies wegen der dann ausfallenden Kühlung zur Kernschmelze führen würde.

Was wird passieren, wenn die 6 Reaktoren in Fukushima-Daiichi und eventuell auch noch welche des etwa 12 km entfernten AKW Fukushima-Daini mit vier Reaktoren sowie all die Abklingbecken außer Kontrolle geraten und große Mengen Radioaktivität freigesetzt werden? In Tschernobyl war es ja nur ein Reaktor.

Und ich fragte mich: Kann dies Japan überstehen?

Wir haben damals Evakuierungskreise gezeichnet für das zu befürchtende ‚worst case szenario‘. Also Kreise mit 20, mit 30, mit 170 und mit 250 km. Ja, wir mussten befürchten, dass auch der Großraum Tokio mit 38 Millionen Menschen geräumt werden muss.

Schon früh wurde mir klar, dass in Tschernobyl abkommandierte Soldaten mit Beton usw. die Radioaktivität und die Katastrophe eingedämmt haben. Und dafür unfreiwillig ihr Leben opferten.

Würde ich Soldaten und Feuerwehrleute dorthin kommandieren? Die Betreiberfirma TEPCO wollte das Werk sich überlassen und seine Leute abziehen. Ich forderte die Chefs von Tepco auf, durchzuhalten.

Wie kam es zu der Atomkatastrophe?

Ursprünglich war das Gelände, wo das Kraftwerk gebaut werden sollte, 35 Meter über dem Meeresspiegel. Es wurde auf 10 m Höhe abgetragen. Aus zwei Gründen:

So war viel weniger Energie für das Pumpen des Kühlwassers erforderlich. Und der Lizenzgeber General Electric kannte keine Tsunamis aber Tornados und fand deswegen einen niedrigeren Standort als geschützter.

Wie hat Japan das Abschalten der 54 Reaktoren verkraftet?

Wir haben ca. 10 % unseres Stromverbrauchs eingespart. Viel mehr fossil (Gas und Kohle) Strom erzeugt und Solar ausgebaut.

Unsere Stromkonzerne haben im jeweiligen Gebiet das Monopol. Sie können alle Kosten plus 3 % Gewinn auf die Strompreise umlegen.

Wir hatten Glück,

dass es nicht zum worst-case-szenario kam. Der Wind blies die Strahlung aufs Meer.

Man muss aber auch über menschliches Versagen und Fehler sprechen.

Japan hatte so eine Katastrophe nicht für möglich gehalten. Die für die Aufsicht und die Katastrophenhilfe zuständigen Beamten waren fachlich hierauf nicht eingestellt und nicht hierfür ausgebildet. So war der oberste Beamte für den nuklearen Katastrophenschutz im Wirtschaftsministerium angestellt und „nicht vom Fach“. Er war Wirtschaftler.

Auslöser der Atomkatastrophe war eine Naturkatastrophe. Aber das führte zu einer Großkatastrophe, weil wir falsch gebaut und uns auf so ein Unglück nicht vorbereitet hatten.

Vor dem Unfall war ich der Ansicht, dass Atomkraft sinnvoll ist. Ich habe beispielsweise in der Türkei dafür geworben, japanische AKW zu kaufen.

Heute

Von ehemals 54 Atomreaktoren sind 10 endgültig abgeschaltet. 2 sind jetzt im Betrieb. Die drei Hauptverantwortlichen von TEPCO sind verurteilt worden.

Schlusspunkt wie in einem Spielfilm

Gegen Ende der Diskussion im Saal meldete sich eine langbeinige Schöne, begleitet von einem zu ihr passenden Mann mit gegelten schwarzen Haaren, und fragte mit erkennbar gespieltem Engagement: Müssen wir nicht wegen der heraufziehenden Klimakatastrohe – und die bedroht uns doch alle – jede Form der grünen Energie nutzen? Auch die Kernenergie?

Überzeugend die Antworten von Mycle Schneider und Jürgen Trittin:

Man schaue sich nur die Kosten und Preise neuer Atomkraftwerke an. Beispiel Hinkley Point in England, wo zig Milliarden verbaut werden sollen und ein Strompreis je Kilowattstunde von 11 Cent plus jährlichem Inflationszuschlag über 35 Jahre garantiert werden sollen. In Deutschland kostet heute schon die kWh Windstrom aus neuen Anlagen im Norden 5,5 – 7 und im Süden 8 – 9 ct/kWh. Auch PV-Strom kostet aus neuen Anlagen nur noch 8 – 12 ct/kWh. Und nach 20 Jahren werden diese Anlagen abbezahlt sein und ohne EEG den Strom für wenige ct/kWh konkurrenzlos günstig anbieten. Zudem werden in den nächsten Jahren die Preise für neue PV- wie Windanlagen noch weiter sinken. Wer das Klima schützen will, und rechnen kann, investiert in PV und Windkraft!

Jetzt sind die Präsentationen zu den Vorträgen auf

der Webseite der Schweizer Energiestiftung anschaubar:

http://www.energiestiftung.ch/service/fachtagungen/fachtagung16/referate/

Raimund Kamm

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Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

bei der gestrigen Livesendung des Bayerischen Fernsehens aus Gundremmingen über die Energiewende waren die Stimmen aus unseren Reihen Spitze! Zum Nachschauen:

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/buergerforum-live/buergerforum-live112.html

Raimund Kamm

 Medienmitteilung 24. März 2016

Gefahr des Atomterrors

Atomkraftwerke sind die brisantesten Terrorziele. Anschläge dort können Menschen töten und sogar Länder zusammenbrechen lassen.

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Die Bürgerinitiative mit dem langen programmatischen Namen ‚FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.‘ hat schon im Frühsommer 2001 Terroranschläge als größte Gefahr für die Gundremminger Atomanlagen bezeichnet. Wenige Monate später, als die schrecklichen und so nicht für möglich gehaltenen Anschläge am 11.9.2001 in New York stattgefunden hatten, zeigten die Vertreter von EON und RWE durch eine Erklärung am 9. Oktober 01 im Zwischenlager-Erörterungstermin in Günzburg, wie haftungsrechtlich ernst sie die Terrorgefahr nehmen:

„Der Angriff auf eine kerntechnische Anlage mithilfe eines Flugzeugs kann nur als kriegerische Einwirkung eingeordnet werden, die gegen den jeweiligen Staat gerichtet ist. Das Atomgesetz verpflichtet die Betreiber nicht, Vorsorge gegen derartige kerntechnische Einwirkungen zu treffen. Der Schutz des Staates und seiner Bevölkerung vor kriegerischen Handlungen und vor den Konsequenzen derartiger kriegerischer Handlungen obliegt allein dem Staat selbst. Der Staat kann seinen Bürgern – das sind nicht nur die Kraftwerksbetreiber, sondern alle Bürger – natürlich insoweit bestimmte Vorkehrungen, Verpflichtungen auferlegen. Der Staat hat jedoch bislang weder im Baurecht noch im Industriezulassungsrecht und auch nicht im Atomrecht derartige Verpflichtungen auferlegt. Die Vorsorge vor den Auswirkungen derartiger kriegerischer Einwirkungen auf Industrieanlagen und hier speziell auf kerntechnische Anlagen verbleibt damit allein als Pflicht des Staates.“ (Wortprotokoll des BfS vom EÖT, 2-44f).

Die Bürgerinitiative FORUM hat dann im Jahr 2003 ein ‚Memorandum Atom-Terrorgefahr‘ erstellt und ständig mit offenen Meldungen über die Terrorgefahren aktualisiert. Die neuste Fassung steht hier: http://www.atommuell-lager.de/informationen/AtomTerrorgefahr.pdf.

Gestern sagte der CSU-Politiker Erwin Huber in einer Livesendung des Bayerischen Fernsehens aus Gundremmingen, das AKW Gundremmingen sei vor Terroranschlägen sicher; es habe ja vier Eingangsschleusen. Dass dies nicht ausreicht, hat der Massenmord des Germanwings Piloten bei seiner Selbsttötung gezeigt. Täter können auch Binnentäter sein. Und mit Seilen aber auch Drohnen und anderen Fluggeräten können Zäune überwunden werden. Das haben schon mehrfach Aktionen von Greenpeace bewiesen, die beispielsweise Reaktorkuppeln in Deutschland besetzt haben.

Unsere drei Forderungen:

  • Das AKW Gundremmingen, das Deutschlands gefährlichstes Kernkraftwerk ist, sofort abschalten! Ein runtergefahrenes AKW ist noch sehr gefährlich, aber erheblich weniger brisant als ein laufendes. Und es stehen bereits genügend andere Kapazitäten in Gas- und Kohlekraftwerken bereit. Wenn wir den PV- und Windkraftausbau in Deutschland wieder beschleunigen, kann zum Schutz des Klimas der Betrieb dieser fossilen Kraftwerke zurückgefahren werden.
  • Ein neues und wesentlich robusteres Zwischenlager für den Atommüll bauen.
  • Ernsthaft nach dem best geeigneten Ort für ein unterirdisches Endlager in Deutschland suchen und es dort bauen.

Raimund Kamm  (Vorstand)

FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager

und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.

Augsburg – Dillingen – Günzburg – Heidenheim – Ulm

www.atommuell-lager.de

www.facebook.com/pages/FORUM-gemeinsam-gegen-das-Zwischenlager-eV/152276034836072

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Raimund Kamm, Medienerklärung v. 12.02.16 (gekürzt)
England

Rückblick auf das Atomjahr 2015

Die Gundremminger Atomgefahren werden größer –

die weltweite Wiederbelebung der Atomkraft blieb aus

Der Rückblich auf das Jahr 2015 zeigt, dass die Atomgefahren größer werden. Zeigt aber auch, dass weltweit die Energiewende im Vormarsch ist. Wir haben sehr gute Argumente für die Energiewende. Doch die Atom- und auch die Klimagefahren sind für die meisten Menschen abstrakt. Insofern müssen wir unermüdlich darüber reden

Deutschlands größtes und gefährlichstes Kernkraftwerk hat im Jahr 2015 viel Strom geliefert und unglaublich schlimmen Atommüll produziert. Zwei brisante Störfälle haben gezeigt, dass das Werk dem Ende entgegengeht. Weltweit blieb entgegen jahrelanger Propagandabehauptungen auch im Jahr 2015 die Wiederbelebung der Atomkraft aus. Hingegen wachsen PV und Windkraft.

08.02. 2016, Raimund Kamm [mailto:r.kamm@anti-akw.de]

Gefährliche Zwischenlagerung in Grundremmingen…

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.soll noch über 50 Jahre so weiter gehen.

Wir an den Zwischenlagerorten haben das Problem „vor der Nase.“ Wir ahnen, was da auf unsere Kinder und Enkel zukommt, wenn dieser tödlich strahlende Müll auf unabsehbare Zeit in den supergefährlichen oberirdischen Zwischenlagern bleibt. Aus der Berliner Endlagerkommission hört man, dass in diesem Jahrhundert noch kein Endlager bereit stehen wird.


Von: Raimund Kamm [mailto:r.kamm@anti-akw.de]

England

Gesendet: Montag, 08. Februar 2016 21:25
An: Raimund Kamm
Betreff: 1. Abschalten vor dem GAU am 23.4. 2. FORUM-Treff am 2. März 3. Abriß eines AKW – das Beispiel AKW Rheinsberg

Liebe FORUM-Mitglieder und UnterstützerInnen!

Abschalten vor dem GAU! wird die Überschrift für einen Sternzug nach Gundremmingen am Samstag, 23. April 2016 sein.

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Seit Dezember 2015 gab es zum Teil sehr intensive Gespräche, ob wir wieder für das schnellere Abschalten der gefährlichen Atomkraftwerke auf die Straße gehen. Ergebnis: JA.

Eine Zweite Günzburger Erklärung wird gerade im Schwabenenergierat diskutiert. Und um Ulli Brenner herum bildet sich ein Orgateam. Der Schwung, anläßlich des 5 Jahrestages der Fukushima- und des 30. Jahrestages der Tschernobylkatastrophe wieder hör- und sichtbar auf die Straße zu gehen, kam dieses Mal von den GRÜNEN. Daraufhin haben wir wieder zum Schwabenenergierat eingeladen und dort die Ziele und Formen besprochen.

Wir in der Bürgerinitiative FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlage und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V. sehen es so:

Noch langes Weiterlaufen auch des AKW Gundremmingen droht. Wenn kein Schadensereignis passiert, haben sich Volk und Volksvertreter/innen mit dem langsamen Atomausstieg (Gundremmingen Block B bis Ende  2017 und Block C bis Ende 2021) abgefunden. Viele Mitbürger sagen heute schon: Atomgefahren? Ich dachte wir sind ausgestiegen? Und das heißt, wir können mit normaler FORUM-Arbeit (mal eine Presseerklärung, mal ein Infoabend, mal eine Aktion) nicht mehr viel bewirken. Und es wird in drei bis vier Jahren vermutlich sogar einen neuen Vorstoß geben, nicht in einem Jahr (31.12.2021 – 31.12.2022) sechs AKW abzuschalten. Sondern gerade im vorsätzlich versorgungs­schwierig gemachten Bayern (keine neuen Windräder, wenig neuen Stromleitungenhttp://www.klimaretter.info/energie/nachricht/20597-politik-verheddert-sich-in-netzausbau ) noch zwei Blöcke etwa fünf Jahre länger laufen zu lassen. („Wir wollen doch alle den Atom­ausstieg – aber auf fünf Jahre kommt es jetzt doch auch nicht mehr an – und leider sind wir mit der Energiewende noch nicht so weit“)

 

Energiewende wurde und wird verlangsamt. Die von uns verfolgte 3xE-Energiewende war bisher (nur) beim Ausbau der Erneuerbaren Energien erfolgreich. Bei Energiesparen und Energieeffizienz schaffen wir Fortschritte  nur über Europa („Ökodesignrichtlinien“). Die Regierenden in Deutschland und München wollen den Stromverbrauch nicht wirklich verringern, weil dies die auf der finanziellen Kippe stehenden und lobbymächtigen Stromkonzerne näher an die Insolvenz führt. Und die mit den Regierenden in München in Allianzen verbundenen Umweltverbände sind hier zahnlos. Der leicht mögliche schwungvolle Ausbau von PV und Windkraft wird planmäßig auf vielleicht 20 Prozent des Möglichen und Nötigen gedrosselt. Wirklich starke Allianzen hiergegen sehe ich nicht. Das EEG 2014 kam locker durch (unsere Berliner Demo im Frühjahr 2014 „Die Energiewende nicht kentern lassen“ war nett aber schwach). Und das geplante EEG 2016 kommt, wie ich es gegenwärtig erlebe, auch locker durch. Hier sind eigentlich nur noch die Grünen und mit Einschränkungen die Linken und kleine Teile der SPD im Bundestag auf unserer Seite. Bei CDU/CSU dominieren die EEG-Gegner Thomas Bareiß, Michael Fuchs, Georg Nüßlein, Joachim Pfeifer.

In dieser Situation müssen die die Atomgefahren vor Ort Sehenden (Ähnliches gilt für die Braun- und Steinkohlegegner wie „Ende Gelände“ https://www.ende-gelaende.org/de/ ) unbequem und geschickt sein. Sie müssen versuchen doch immer wieder öffentlich zu machen, wie groß die Gefahren der laufenden AKW und des Atommülls sind. Das gelingt, wenn die Bevölkerung und die Medien wegen Jahrestagen wieder einmal interessiert sind. Und das gelingt natürlich, wenn es irgendwo auf der Welt einen Atomgroßunfall gibt. Geschickt heißt, dass wir mit unseren begrenzten personellen Kräften äußere Anlässe wie Jahrestage nutzen und eigene Anlässe mit Klagen und Gefahrenstudien schaffen. Und dass wir immer wieder schauen, ob wir auch neue Verbündete und neue Aktive finden. Dabei müssen wir jedoch darauf achten, dass wir auch nach außen unsere Überparteilichkeit wahren.

Vor gut 50 Jahren lieferten sich DDR und BRD ein Wettrennen, wer als erster ein Groß-AKW ans Netz bringt.

So wurden 1966 sowohl Block A in Gundremmingen als erstes BRD-Groß-AKW wie auch in der DDR das AKW Rheinsberg in Betrieb genommen.

Über den Abriß und die explodierenden Kosten beim Abriss des AKW Rheinsberg stand am Wochenende ein anschaulicher Bericht in einer Berliner Zeitung:

7.2.16  http://www.bz-berlin.de/berlin/umland/b-z-reporter-am-unheimlichsten-ort-brandenburgs#

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Atomkraftwerk Rheinsberg

B.Z.-Reporter am unheimlichsten Ort Brandenburgs

Das stillgelegte Atomkraftwerk Rheinsberg strahlt stärker als bislang angenommen. Jetzt sollen ein neues Konzept und mehr Personal für einen schnellen Rückbau sorgen.

Vor 50 Jahren ging es in Betrieb: das 1990 stillgelegte Atomkraftwerk Rheinsberg (Ostprignitz-Ruppin). Doch es strahlt noch immer. Und sogar viel mehr und damit viel länger als erwartet. Die B.Z machte sich jetzt ein Bild vom ersten Meiler der DDR.

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An der Wand hängt noch immer der Kalender des Volkseigenen Betriebes (VEB) Kernkraftwerk von 1989. Das Motto darauf: „Kernenergie für eine friedliche Zukunft.“ Nicht nur wegen der Sprüche scheint hier die Zeit stehen geblieben zu sein. Leitwarte, Schalter, Bildschirme, Mobiliar und vieles mehr versprühen den Industriecharme der 60er Jahre.

Das Projekt „Kontrakt 903“ wurde 1956 beschlossen, Baubeginn war 1960 und Inbetriebnahme 1966. Der Kernreaktor kam aus der Sowjetunion. Die Baukosten explodierten damals von 90 auf 400 Millionen Ostmark.

Die 650 Arbeiter bekamen eine eigene Siedlung. Für das Kühlsystem wurden der Nehmitzsee und der Stechlinsee genutzt. Mit dem AKW Rheinsberg konnte man eine Stadt wie Potsdam mit Strom versorgen. Wegen nicht erreichter bundesdeutscher Sicherheitsstandards wurde das Werk am 1. Juni 1990 stillgelegt.

Am 30. Oktober 2007 kam der Reaktordruckbehälter in das Zwischenlager bei Greifswald. Die ursprüngliche Planung zum Rückbau ging davon aus, dass die Gebäudekontamination 2018 vorbei ist. Nach dann folgender 50-jähriger Abklingzeit sollte er Abriss des Hauptgebäude 2069 abgeschlossen sein.

„Doch jetzt stellte sich heraus, dass die Wände stärker verstrahlt sind als angenommen“, erklärt Projektleiter Jörg Möller (58) zur B.Z.: „Die technischen Anlagen in den Räumen und Hallen haben die bisherigen Messwerte verfälscht. Erst als die entfernt waren, konnte man real messen.“ Und danach waren Wände mit Rohren und Kanälen wesentlich höher belastet!

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Kittan dokumentiert sie (Foto: Charles Yunck)

„Das führte zu einem neuen Rückbau-Konzept“, sagt Ingenieur Möller. Nicht kleckerweise abbauen, sondern klotzen.

Der Rückbau soll bis 2025 beendet sein

  • Das Hauptgebäude bekommt außen herum ein riesiges Stahlträger-Skelett (400 Tonnen), damit es beim Rückbau der 320 Räume nicht zusammen bricht.
  • Die Leitwarte wird im Bürohaus außerhalb des Hauptgebäudes neu aufgebaut.
  • Auch der Trafo für die Stromversorgung ist verschlissen, muss neu gebaut werden.
    • Weil beim Rückbau das Innen-Belüftungssystem nicht mehr funktionieren kann, wird eine neue externe Außen-Belüftung erforderlich.
    • Am deutlichsten ist die Konzeptänderung beim Personal. [Währung bis nur abgebaut wurde,]  soll sich [jetzt ] die Zahl der Mitarbeiter von 140 auf 280 fast verdoppeln. Möller: „Und das wird schwer, weil es kaum Fachpersonal gibt und nur wenige so weit weg von großen Städten arbeiten wollen.“
  • Bei den Kosten geht man aktuell von 600 bis 700 Millionen Euro aus. Über allem schwebt aber ein Prinzip. Möller: „Maximale Sicherheit für Arbeiter und Bevölkerung.“B3F99C18-3B9ACA00-7-image008

 

England


Süddeutsche Zeitung 11. Dez. 2015  Bayern

Gundremmingen: Gefährlichste Atomanlage

Das schwäbische Kernkraftwerk Gundremmingen ist die gefährlichste Atomanlage des Landes. Wie Der Spiegel (vom 11.12.2015) berichtet, geht das aus einer aktuellen Analyse der staatseigenen Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit hervor. Die Prüfer hätten dafür sogenannte Precursor-Zwischenfälle ausgewertet. Das sind Betriebsstörungen, aus denen sich im Extremfall eine Kernschmelze hätte entwickeln können. Mit 14 solchen Störungen in seinen zwei Blöcken führt das Atomkraftwerk nahe Ulm demnach die Statistik an. Die anderen sechs verbliebenen Atomkraftwerke in Deutschland kommen zusammen auf nur zehn solche Ereignisse. Die Analyse betrachtet Zwischenfälle von 1993 bis 2010. Für kritische Atomkraft-Experten ist das Urteil wenig überraschend. Sie halten Gundremmingen schon lange für das gefährlichste Atomkraftwerk der Republik. Nun wurde ihre Einschätzung gleichsam amtlich bestätigt.

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Dazu Raimund Kamm, Vorstand von „FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.“

Uns sorgen sehr folgende Punkte:

  Nur noch in Gundremmingen laufen Reaktoren des Typs Siedewasser.

— Sie haben im Unterschied zu den Druckwasserreaktoren nur einen Hauptkreislauf

— Die zum Abschalten so wichtigen Steuerstäbe müssen von unten gegen die Schwerkraft in den Reaktor gepresst werden

— Das brisante Abklingbecken wird nicht vom Sicherheitsbehälter geschützt

  In Deutschland laufen nur noch in Gundremmingen zwei Reaktoren, die sich auch gegenseitig gefährden, an einem Standort

  In Gundremmingen lagert mehr Atommüll, wenn man die Radioaktivität als Maßstab nimmt, als an jedem anderen Ort Deutschlands

  Die zwei Reaktordruckbehälter in Gundremmingen sind falsch konstruiert und würden heute nicht mehr genehmigt werden

  Für das AKW Gundremmingen gibt es keinen Nachweis, dass es einen absichtlichen oder unabsichtlichen Flugzeugabsturz ohne Radioaktivitätsfreisetzung überstehen würde

  Das Gundremmingen Zwischenlager ist nicht terrorfest

  Das AKW ist seit unglaublichen 49 Jahren in Betrieb – und das ohne Entsorgung!

Weniger zeigen

 


 

England

Süddeutsche Zeitung 7. Dez. 2015 21:32 Von Wolfgang Wittl http://www.sueddeutsche.de

Bayern macht Weg für Castoren frei

Nach langem Streit lenkt CSU-Chef Horst Seehofer nun doch ein – sehr zum Ärger der betroffenen Landkreise.

Als letztes Bundesland hat auch Bayern der Übernahme von Castoren* zugestimmt, die eigentlich für das Zwischenlager Gorleben bestimmt waren. Demnach sollen am Kernkraftwerk Isar sieben von insgesamt 26 Castoren unterkommen, die in den nächsten Jahren aus Wiederaufarbeitungsanlagen in Frankreich und Großbritannien nach Deutschland zurückkommen sollen. Es handle sich um eine „gesamtstaatliche Aufgabe, bei der auch Bayern bereit ist, Mitverantwortung zu übernehmen“, heißt es in einer Vereinbarung von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Sie liegt der Süddeutschen Zeitung vor.

Eigentlich sollten die Castoren im Zwischenlager Gorleben unterkommen. Bei der Einigung auf eine neue Endlagersuche aber bestand das Land Niedersachsen darauf, dass keine weiteren Atommüll-Behälter mehr in dem Lager im Wendland abgestellt werden dürfen. Die Landesregierung wollte so jedes Präjudiz für den dortigen Salzstock verhindern – er galt jahrzehntelang als Favorit für ein Atommülllager. Seither schwelte der Streit.

Mit dem Zugeständnis aus Bayern kann nun eine Vereinbarung greifen, die Hendricks im Sommer mit den Betreibern der Kernkraftwerke ausgehandelt hatte. Erst wenn sie entsprechende Anträge stellen, können die 26 Castoren verteilt werden. Geplant waren dafür seinerzeit insgesamt vier Standorte – Brokdorf in Schleswig-Holstein, Biblis in Hessen, Philippsburg in Baden-Württemberg und eben Bayern. Frühestens 2017 kommen die ersten Behälter zurück, sie enthalten Reste aus der Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente.

Doch Bayern wehrte sich vehement. Staatskanzlei-Chef Marcel Huber (CSU) bezeichnete den Vorstoß seinerzeit als „politisch unklug und dreist“. Wolle der Bund hier allein entscheiden, „stellt er eine Einigung bei der Energiewende insgesamt infrage“. Alles hänge mit allem zusammen.

Bis Mitte 2016 soll die Einlagerung der Abfälle genehmigt werden

Der Landshuter Landrat Peter Dreier (Freie Wähler) sprach dennoch von einer „nicht nachvollziehbaren Entscheidung für die Bürger und Verantwortlichen vor Ort“. Die Abkehr von Gorleben hin zu vier über das Bundesgebiet verteilten Standorten bedeute einen großen volkswirtschaftlichen Schaden. „Wir werden diesen Prozess kritisch begleiten“, kündigte Dreier an. Möglicherweise werde der Landkreis rechtliche Schritte prüfen lassen.

Auf dem Gelände des Atomkraftwerks soll aber nach der Einigung nun alles ganz schnell gehen. Noch bis Mitte 2016, so heißt es in dem Papier, soll die Einlagerung der verglasten Abfälle in Isar genehmigt werden. Auch das Zwischenlager als solches braucht eine neue Genehmigung, es soll für den neuen Abfall zusätzlich „gehärtet“ werden. Bis nächsten Winter sollen auch die Genehmigungen dafür vorliegen. (Artikel gekürzt)

*CASTOR (engl. cask for storage and transport oradioactive material „Behälter zur Aufbewahrung und zum Transport radioaktiven Materials“) ist ein international geschützterMarkenname der Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS).Castor-Behälter sind Spezialbehälter zur Lagerung und zum Transport hochradioaktiver Materialien, zum Beispiel von abgebrannten Brennelementen aus Kernkraftwerken oder Abfallprodukten („Glaskokillen“) aus der Wiederaufarbeitung.Im allgemeinen deutschen Sprachgebrauch wird „Castor“ auch als Synonym bzw. Gattungsname für Brennelementbehälter oder Behälter für hochradioaktive Abfälle verwendet.


11.11.2015,   Raimund Kamm

Besorgniserregender Vorfall im AKW Gundremmingen


Am vergangenen Donnerstag kam es im AKW Gundremmingen zu einem schweren Vorfall. Beim Umsetzen verbrauchter Spaltelemente im Lagerbecken von Block C brach der Kopf ab. Angeblich wurden die Spaltstäbe nicht aufgerissen und kein Spaltmaterial freigesetzt. Von einem ähnlichen Vorfall habe ich noch nie gehört. Am Freitag vergangener Woche wurde dies öffentlich gemacht. Ich habe umgehend die untenstehenden Frage an die Medien gesandt und einige Experten um ihre Meinung gebeten. Bisher hat nur Wolfgang Neumann geantwortet.

 Vermutlich wird dieser Vorfall bisher unterschätzt. Hier ein paar Hintergrundinformationen:

 Ein Spaltelement besteht im AKW Gundremmingen üblicherweise aus einem Bündel von 100 Spaltstäben. Diese Spaltstäbe sind über 4 m hoch und etwa finderdick. Sie sehen aus wie ganz lange Tablettenröhrchen. In ihnen werden die Urantabletten oder auch die MOX- oder WAU-Tabletten eingefüllt. Solange die Kernspaltung noch nicht begonnen hat, kann man die Strahlung gut abschirmen. 

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Ein Spaltelement sieht so aus:

 

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Über die Abklingbecken wurde nach Beginn der Fukushima-Katastrophe etwas auf der Informations- und Propagandahomepage der Energiekonzerne geschrieben:

http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.energie-fakten.de%2Fhtml-neu%2Fjapan%2F2011-03-brennstab-neu.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.energie-fakten.de%2Fhtml%2Ffukushima-2-roth.html&h=283&w=500&tbnid=Z-tlxhWkKIo-AM%3A&docid=BEzOWV6udwXivM&hl=de&ei=3wpDVpnPIcyvsQGRh4nYAg&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=1617&page=1&start=0&ndsp=20&ved=0CDYQrQMwAWoVChMI2bqm5YeIyQIVzFcsCh2RQwIr

Ein Gramm kann ganze Regionen verstrahlen

Wie unvorstellbar radioaktiv der Inhalt der Spaltstäbe ist, haben wir durch die Katastrophe von Tschernobyl erfahren. Damals mussten insbesondere in Süddeutschland der Grasschnitt und das Heu „entsorgt“ werden. Spielplätze und Sandkästen wurden gesperrt. Über Berchtesgaden und dem Bayerischen Wald regnete einiges ab. Sogar am meisten über dem Raum Augsburg. Luftlinie Tschernobyl – Augsburg: 1400 km.

Und das wurde verursacht durch 1 Gramm Jod 131, das insgesamt über der damaligen BRD niederging. Nur ein Gramm. Dieses J-131 hat eine Halbwertszeit von 8 Tagen. Es ist also längst verstrahlt und verschwunden. Die Halbwertszeit gibt an, wie lange es dauert, bis jeweils die Hälfte des jeweiligen Stoffs verstrahlt und „verschwindet“.Heute noch sind die meisten Wildschweine hier zu hoch verstrahlt. Das rührt von einem anderen Nuklid, das bei der Spaltung von Uran entsteht: Cäsium 137. Das hat eine Halbwertszeit von 30 Jahren. Und von diesem Stoff wurden etwa 230 Gramm über die BRD geweht und abgeregnet. (Quelle: BfS: „Tschernobyl – 20 Jahre danach“ S.9)Die verbrauchten Spaltelemente sind meistens schon viele Jahre im Abklingbecken. Das Jod 131 ist also verschwunden. Aber viele andere tödliche Nuklide insbesondere auch Plutonium sind noch für Jahrhunderttausende vorhanden.

 Wir bitten unsere zuständigen VolksvertreterInnen im Bayerischen Landtag, die für die Atomaufsicht zuständige Staatsregierung zu einem Bericht über den Gundremminger Vorfall aufzufordern.  Unter der Medienmitteilung vom vergangenen Freitag – ganz unten – noch eine erfreuliche Fortschrittsmeldung.

 Medienerklärung v. 6.11.2015

Besorgniserregender Vorfall im AKW Gundremmingen

Beim Umsetzen eines verbrauchten Spaltelements im Abklingbecken des Blocks brach gestern der Kopf ab. Dies hat heute in einer Eilmeldung das AKW Gundremmingen veröffentlicht. Zur Beurteilung müssen wichtige Fragen beantwortet werden:

  1. Sind bei dem Vorfall die Spaltstäbe dicht geblieben?
  2. Wie viel Radioaktivität steckt in dem Spaltelement? Wir befürchten, dass dies sehr viel ist und einige Prozente der langdauernden Menge an Radioaktivität ausmacht, die in Tschernobyl frei gesetzt wurde?
  3. Hat es einen ähnlichen Vorfall schon einmal in einem deutschen AKW gegeben?
  4. Von welcher Firma in welchem Land wurde das Spaltelement gefertigt? War es ein Uranelement, ein MOX-Element oder ein WAU-Element?
  5. Wie lange befand sich das verbrauchte Spaltelement schon in dem Lagerbecken? Bekannterweise sollen die verbrauchten Elemente nur etwa fünf Jahre in den Abklingbecken bleiben. In Gundremmingen sollen einige verbrauchte Spaltelemente schon länger als 20 Jahre in den Abklingbecken sein?
  6. Sind die Spaltelemente mechanisch so zerbrechlich, dass so ein Vorfall eingeplant ist oder haben Reaktorbetrieb und die überlange Dauer im Wasserbecken den Bruch befördert?

Raimund Kamm  (Vorstand) FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.

Augsburg – Dillingen – Günzburg – Heidenheim – Ulm

www.atommuell-lager.de

www.facebook.com/pages/FORUM-gemeinsam-gegen-das-Zwischenlager-eV/152276034836072


Raimund Kamm (Diplomökonom) Sept. 2015

  Kamm@gmx.deEngland

Atomkraftwerke in Deutschland

LuftbildmitDonau+KanalAKW

(Foto SWP Ulm). AKW Gundremmingen 30 km von Ulm donauabwärts. Links hinten die Donau, von der ein Kühlwasserkanal zum AKW führt. Vorne in Weiß die zwei Siedewasserreaktoren und rechts davon die Halle des Zwischenlagers.

Noch acht  

Im Herbst 2015 laufen noch acht alte Großreaktoren in Deutschland. Drei in Nord- und fünf in Süddeutschland.

Jeder dieser Reaktoren macht täglich, wenn man die Radioaktivität zum Maßstab nimmt, eineinhalb Mal so viel Atommüll neu, wie insgesamt in dem skandalösen Versuchsendlager Asse mit seinen 126000 Atommüllfässern liegt. Die acht noch laufenden Atommeiler machen zusammen also täglich 12 Mal Asse. Und seit Inbetriebnahme der ersten Reaktoren in den 1960er Jahren ist noch kein Kilo des dort bei der Spaltung des Urans entstehenden Atommülls entsorgt. Ein unglaubliches Verbrechen an unseren Nachkommen. Dieser Atommüll muss zum Abklingen seiner tödlichen Strahlung über eine Million Jahre isoliert und sicher gelagert werden!

Keiner der acht Reaktoren hat eine risikogerechte Haftpflichtversicherung. Dafür wäre die Versicherungsprämie unbezahlbar. Denn die Wahrscheinlichkeit eines Großunfalls ist rechnerisch klein (hoffentlich!), aber die dann folgenden Schäden wären unermesslich.

Bereits 21

Bereits 21 Großreaktoren (mehr als 100 MW elektrische Leistung) wurden abgeschaltet. Dazu weitere Versuchsreaktoren.

Nach dem jetzt geltenden Atomgesetz sollen die acht Meiler bis spätestens Ende 2022 abgeschaltet sein: Gundremmingen B (2017), Philippsburg 2 (2019), Gundremmingen C (2021), Grohnde (2021), Brokdorf (2021), Emsland/Lingen (2022), Neckarwestheim 2 (2022), Isar 2 (2022).

Es muss und kann schneller gehen

Angesichts der Risiken, angesichts der ungelösten Atommüllprobleme und angesichts der überdurchschnittlichen Zahl von krebskranken Kindern in der Nachbarschaft der AKW fordern wir Umweltschützer das schnellstmögliche Abschalten dieser AKW. Und rechnerisch und mit Anstrengungen können wir es in wenigen Tagen schaffen. Dann laufen allerdings klimaschädliche Gas- und Kohlekraftwerke vermehrt. Doch mit gut möglicher Steigerung der Energieeffizienz und viel größerem Zubau von PV- und Windanlagen ist das machbar. Begleitend brauchen wir einen Um- und Ausbau unseres Stromnetzes, sowie Lastmanagement und neue Speicher.

Raimund Kamm im September 2015